ASIP Newsletter
Der Pensionskassenverband will mit seinem neuen Newsletter seine Mitglieder und weitere Interessierte in regelmässiger Form über das aktuelle Geschehen in der 2. Säule informieren. Die einzelnen Abschnitte sind mit «Am Puls der Politik», «intern», «Vernehmlassungen», «Fachmitteilungen», «Veranstaltungen» und «Weiterbildung» überschrieben. Das Abo ist kostenlos.
Neue Einschränkung der 2. Säule auf der Traktandenliste
Eine Motion von NR Yvonne Bürgin, Mitte, verlangt die Halbierung des in der 2. Säule versicherbaren Lohns. Die Forderung trifft beim Bundesrat auf grosses Wohlwollen. Er empfiehlt Annahme. Die NZZ schreibt dazu:
More[Die] berufliche Vorsorge bleibt für die Entlastung des Bundeshaushaltes attraktiv. Bereits im vergangenen Frühling schlug die Mitte-Partei vor, die Obergrenze des in der Pensionskasse versicherbaren Lohnes zu halbieren. Derzeit sind Löhne von bis zu 907 200 Franken versicherbar – mit der Gesetzesänderung wären es noch 453 600 Franken.
Die entsprechende Motion der Mitte-Nationalrätin und Fraktionspräsidentin Yvonne Bürgin ist in der grossen Kammer hängig. Die Politikerin stört sich insbesondere an den Möglichkeiten für Spitzenverdiener, sich mit sehr hohen Beträgen in die Pensionskasse einzukaufen. Mit der geltenden Obergrenze entstünden «erhebliche Steuerausfälle», so Bürgin.
Nächste Woche debattiert der Ständerat darüber, ob das Finanzdepartement die Effekte einer Gesetzesänderung in einem Bericht festhalten sollte. Wie stark eine solche Regulierung den Fiskus entlasten könnte, wird allerdings schwierig abzuschätzen sein. Es stellt sich jedoch erneut die politische Grundsatzfrage, welche Rolle die berufliche Vorsorge im Schweizer Dreisäulensystem haben sollte. (…)
Absicherung gegen PK-Pleiten
Die enormen Verluste der Berliner Zahnärztekasse haben über Deutschland hinaus für Aufsehen gesorgt. In Cash ist Reto Zanettin der Frage nachgegangen, ob Ähnliches auch in der Schweiz möglich wäre. Er kommt zum Schluss: Auch in der Schweiz können Pensionskassen insolvent werden, aber es ist sehr viel weniger wahrscheinlich und kaum in einem solchen Ausmass. Er schreibt:
MoreKönnen solche Fälle wie dieser auch in der Schweiz passieren – beziehungsweise: Welche Sicherungsanker gibt es, die hohen Verlusten und Insolvenzen vorbeugen?
«Die Schweiz hat ein anderes und strenger reguliertes Vorsorgesystem als Deutschland. Deswegen sind Fehlentscheide aus Inkompetenz oder mit krimineller Absicht weniger wahrscheinlich, aber nicht vollständig ausgeschlossen», sagt Sozialversicherungsexpertin Beatrix Bock im Gespräch mit cash.ch.
Beispielsweise müsse in der Schweiz das Vorsorgevermögen der Versicherten in einer vom Arbeitgeber unabhängigen Stiftung oder öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen stecken. «In Deutschland taucht das Vorsorgevermögen oft in der Bilanz des Arbeitgebers auf, was das Risiko einer Pleite erhöht. Denn geht das Unternehmen Konkurs, geht auch das Alterskapital verloren», so die Spezialistin. (…)
Arbeit im Pensionsalter soll lohnender werden
(sda) Das Parlament will die Berufstätigkeit von Pensionierten rasch attraktiver machen. Ein im Ständerat angenommener Vorstoss beauftragt den Bundesrat unter anderem, Zuschläge bei einem Aufschub der Altersrente zu erhöhen.
Zudem soll der heutige Kürzungssatz der Altersrente beim Rentenvorbezug von 6,8 Prozent pro Jahr beibehalten oder erhöht werden. Der Bundesrat soll dabei die Situation von Menschen mit einer langen Erwerbslebenszeit oder belastender Arbeit berücksichtigen.
Eingereicht wurde der Vorstoss von der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S). «Heute bleibt rund ein Viertel der Pensionierten erwerbstätig. In anderen Ländern ist der Anteil höher, weil Anreize stärker wirken», sagte Damian Müller (FDP/LU) namens der Kommission.
Die Räte hatten die Motion im Grundsatz denn bereits auch angenommen. Der Nationalrat wollte den Bundesrat allerdings zusätzlich damit beauftragen, die Motion unabhängig von der AHV-Reform 2030 rasch umzusetzen.
Keine Steuererhöhung auf Kapitalbezüge
Der Nationalrat ist dem Ständerat gefolgt und hat ebenfalls die vom Bundesrat geforderte Steuererhöhung auf Kapitalbezüge von PK-Altersleistungen abgelehnt.
Nach einer rund zwölfstündigen Debatte, verteilt über zwei Tage, nahm die grosse Kammer die Gesetzesvorlage in der Gesamtabstimmung an – mit 126 zu 62 Stimmen bei 4 Enthaltungen. Dagegen stimmten SP und Grüne, die sich mit ihren Anträgen während der Detailberatung des Geschäfts nur selten durchzusetzen vermochten.
Positiv reagiert hat der Versicherungsverband auf den Entscheid des Nationalrats. In einer Mitteilung hält er fest:
Die Steuererhöhung hätte vor allem diejenigen belastet, die verantwortungsvoll für Alter, Tod oder Invalidität vorgesorgt haben. Sie hätte insbesondere den Mittelstand unverhältnismässig getroffen.
«Mit seiner Entscheidung setzt das Parlament ein wichtiges Signal an all jene, die über Jahrzehnte hinweg eigenverantwortlich für ihre Zukunft finanziell vorgesorgt haben. Verlässliche Rahmenbedingungen sind zentral. Das Parlament hat diesbezüglich die nötige Weitsicht bewiesen.
«Pensionskassen sind allwettertaulich»
Der Irankrieg hat erste Spuren an den Börsen hinterlassen. Weitere dürften folgen. Asip-Direktor Lukas Müller-Brunner wird im Blick mit einer ersten Lageeinschätzung zitiert.
MoreDer Iran-Krieg sorgt bei den Anlegern für Nervenflattern. Die globalen Aktienmärkte stehen angesichts der unsicheren Entwicklung unter Anspannung. So büsste beispielsweise der Schweizer Leitindex SMI am Dienstag über 3 Prozent ein, erholte sich aber am Mittwoch wieder etwas. Auch in Europa, den USA und Asien haben die Aktienmärkte deutlich verloren.
Das Auf und Ab an den Börsen trifft auch die Pensionskassen, die einen Teil ihrer Gelder in Aktien anlegen. Allfällige Börsenverluste schlagen sich entsprechend in der Bilanz nieder. Müssen wir nun um unsere Renten zittern?
«Unsere Pensionskassen sind allwettertauglich und kommen auch mit schwierigeren Börsenzeiten gut klar», sagt Lukas Müller-Brunner (43), Direktor des Pensionskassenverbands Asip. Für eine definitive Einschätzung sei die Zeitspanne noch zu kurz, doch selbst für eine grössere Krise seien die Pensionskassen grundsätzlich gewappnet.
Swisscanto PK-Monitor Februar 2026
Deckungsgrade per 28.2.2026
– Performance: Im Februar erzielten die Kassen (gleichgewichtet) eine durchschnittliche Performance von 1,3 Prozent. Die Performance für den Januar wurde aufgrund rückwirkender Daten-Anpassungen leicht nach oben revidiert, von 0,4 Prozent auf 0,5 Prozent.
– Deckungsgrad: Nachdem der kapitalgewichtete Deckungsgrad der privatrechtlichen Kassen Ende 2025 auf 120,6 Prozent gestiegen war, erreichte er im Februar gemäss unserer Hochrechnung 122 Prozent. Somit wurde die Bestmarke vom Januar nochmals übertroffen. Die öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung erzielten einen Deckungsgrad von 116,8 Prozent, jene mit einer Teilkapitalisierung 93,5 Prozent.
– Anlageklassen: Rohstoffe setzen ihren Höhenflug fort. Nachdem sie bereits im 2025 unter den betrachteten Anlageklassen die beste Performance auswiesen, ist dies auch in diesem Jahr der Fall: Per Ende Februar betrug ihre Performance 15,0%. Mit einigem Abstand folgt als zweitbeste Kategorie Aktien Schweiz, deren Performance bis Ende Februar 6,0% beträgt. Das Schlusslicht unter den betrachteten Kategorien sind ausländische Immobilien, die in diesem Jahr bislang -0,5 Prozent verloren.
– Finanzmärkte: Sorgen um die hohen Investitionen in KI und um die durch die Technologie entstehende Bedrohung von Softwarefirmen dominierten im Februar das Marktgeschehen. Viele Investoren befürchten, dass Technologie-Unternehmen aktuell zu viel in KI investieren. Da diese Werte aber weiterhin beachtliche Gewinne liefern und nun relativ deutlich günstiger geworden sind, halten wir eine Gegenbewegung durchaus für möglich.
– Ausblick: Mit den guten Konjunkturzahlen, den starken Unternehmensgewinnen und dem positiven Momentum bleibt das Umfeld für Aktien grundsätzlich positiv. Da die Inflationsrate nun auch in den USA gegen 2 Prozent tendiert, sind weitere Zinssenkungen zu erwarten. Kurzfristig sorgt die geopolitische Situation mit den Kriegshandlungen im Iran für Unruhe. Mittelfristig sollte deren Einfluss auf die Finanzmärkte aber begrenzt bleiben.
Renaissance Anlagestiftung übernimmt Asic-Mehrheit
Die Renaissance Anlagestiftung, welche schwergewichtig in Schweizer KMU investiert, meldet die Übernahme der Kapitalmehrheit an der Asic Robotics in Burgdorf. Die 1997 begründete Renaissance ist an 14 KMU in den Branchen Energie, Infrastruktur, Uhren, MedTech, Industrieproduktion und Marketing beteiligt. 45 Pensionskassen haben Mittel bei der Renaissance angelegt. Die Berner Zeitung schreibt dazu:
Die Schweizer Anlagestiftung Renaissance übernimmt laut Medienmitteilung die Mehrheit der Aktien. Ihr Kapital stammt ausschliesslich von Pensionskassen. Sie ist seit 2013 Aktionärin von Asic.
Renaissance wolle Asic langfristig bei einem nachhaltigen Wachstum unterstützen und die starke lokale Verankerung ebenso fördern wie die industrielle DNA und die strategische Unabhängigkeit, heisst es. An den 230 Mitarbeitenden sowie den Standorten in Burgdorf und im süddeutschen Radolfzell werde festgehalten.
Renaissance übernimmt die Anteile von der deutschen KMU-Investorin Paragon, die 2018 bei Asic eingestiegen war. Der Transaktionspreis wird nicht bekannt gegeben. Daneben bleibt der Unternehmer Stefan Schelker Teilhaber. Ergänzend dazu wird die Eigentümerstruktur durch zusätzliche Investitionen aus dem Umfeld des Unternehmens gestärkt. (…)
Zur Gruppe gehören drei Tochtergesellschaften: Asic Robotics fertigt in Burgdorf mit rund 95 Mitarbeitenden Montage- und Testsysteme für die industrielle Fertigung. Ambis Solutions produziert seit 2021 an einem neu gebauten Standort in Burgdorf mit 55 Mitarbeitenden Zuführtechnik, Automationssysteme und Profiltechnik.
Pematech in Radolfzell automatisiert Prüf- und Montageprozesse für Leiterplatten, elektronische Baugruppen und Geräte. Der Umsatz der Gruppe beläuft sich auf rund 75 Millionen Franken.
Irankrieg aus Anlegersicht
Schätzung des Nahost-Exposures eines Portfolios
Dr. Stephan Skaanes, CFA, Partner, Oliver Kunkel, Partner und
Luca Tonizzo, CFA, Managing Director von PPCmetrics zeigen in einer Präsentation das Exposure von gängigen Aktien- und Anleihenindizes sowie eines durchschnittlichen Investors gegenüber den Ländern des Nahen Ostens.
— Seit Jahresbeginn bis am 27.02.2026 (abends)betrug die Rendite der Schweizer Pensionskassen im Durchschnitt schätzungsweise rund +2.3%.
— Dies zeigt der täglich auf der Website von PPCmetrics aktualisierte «Pension Ticker».
— Sowohl der technische (123.3%) als auch der ökonomische Deckungsgrad (119.9%) der Schweizer Pensionskassen lagen im Durchschnitt am
27.02.2026 weiterhin deutlich über 100% (Werte = Schätzungen). Den höchsten Nahost-Anteil weist die Anlagekategorie Anleihen Emerging Markets in
Hartwährung (Hard Currency) mit 19.15% auf.
— Auf dem globalen Anleihenmarkt sowie im CHF Anleihenmarkt ist der Nahost-Anteil hingegen gering. Die höchsten Nahost-Anteile bei den Aktien weisen die Anlagekategorien Aktien Emerging Markets (5.23%) und Aktien Frontier Markets auf (9.23%).
— In globalen Aktienindizes ist der Anteil an Unternehmen aus dem Nahen Osten hingegen gering.
— Mit dem obenstehenden Raster lässt sich approximativ herleiten,welches direkte Exposure ein Investor gegenüber dem Nahen Osten aufweist.
Hansruedi Scherrer in der Atioz Stiftungsaufsicht
Hansruedi Scherer ist Anfang dieses Jahres in den Verwaltungsrat der ATIOZ BVG- und Stiftungsaufsicht Tessin, Ostschweiz und Zürich eingetreten. Mit Scherer gewinnt die neu geschaffene Aufsichtsorganisation eine der prägenden Persönlichkeiten der unabhängigen Pensionskassenberatung in der Schweiz.
Er gehörte 1996 zu den Gründungspartnern von Metrics, das 1998 mit PPC zu PPCmetrics fusionierte. Über Jahrzehnte hinweg war er eine zentrale Figur beim Aufbau des Unternehmens und amtete bis Ende 2024 als Verwaltungsratspräsident.
Neben seiner Tätigkeit bei ATIOZ ist Scherer Mitglied des Stiftungsrats der Messerli Stiftung. Seit 2023 präsidiert er zudem den Verwaltungsrat der Motorex-Bucher Group. Bereits seit 2019 steht er dem Stiftungsrat der Fagus lucida Stiftung vor.
Die beiden regionalen Aufsichtsbehörden BVS (Zürich) und OSTA (Ostschweiz) wurden per 1. Januar 2026 zur neuen gemeinsamen Organisation ATIOZ zusammengeführt. ATIOZ beaufsichtigt rund 900 Pensionskassen sowie etwa 2’000 klassische Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von über 600 Milliarden Schweizer Franken. (sp)
Was die EL leistet
CHSS stellt in einem Beitrag von Sandy Outairo Geschichte, Funktionsweise und Leistungen der EL dar.
Ungleichbehandlung nach Scheidung
Die Scheidung führt zu einer Lücke in der Altersvorsorge. Wer diese auffüllt, kann Steuern sparen – im besten Fall über 100’000 Franken. Doch nicht alle profitieren davon. Pech haben all jene, die ihr Guthaben aus der beruflichen Vorsorge in einer Freizügigkeitsstiftung angelegt haben und nicht in einer Pensionskasse. Was nach einer geringen Differenz klingt, wird von den Steuerbehörden nämlich ganz unterschiedlich behandelt. Albert Steck schreibt in der NZZ dazu:
More«Die Besitzer eines Freizügigkeitskontos werden steuerlich massiv benachteiligt», sagt Mario Bucher vom Vorsorgespezialisten Pensexpert. «Diese Schlechterstellung ist auch deshalb stossend, weil es viele Selbständige ohne Anschluss an eine Pensionskasse trifft.»
Ein Beispiel soll illustrieren, wie ungleich die beiden Vorsorgearten vom Fiskus behandelt werden: Ein 50-jähriger Mann, wohnhaft in Bern, besitzt ein Vorsorgevermögen von 800 000 Franken und muss gemäss Scheidungsurteil die Hälfte, also 400 000 Franken, an seine Ex-Partnerin abtreten.
Gehört er einer Pensionskasse an, so kann er das verlorene Alterskapital schrittweise wieder ausgleichen. Ein solcher Wiedereinkauf infolge einer Scheidungsauszahlung empfiehlt sich nicht nur für die bessere Rente, sondern ebenso aus steuerlichen Gründen. (…)
Inkompetenz bringt Zahnärztekasse zu Fall
Die Verluste der Berliner Zahnärztekasse von über 1 Mrd. Euro haben über die Grenzen Deutschlands hinaus Schlagzeilen gemacht. Cash/Bloomberg schreiben dazu:
MoreBerliner Zahnärzte vertrauten 2,2 Milliarden Euro ihrer Altersvorsorge einer Gruppe von Kollegen an, die mehr Erfahrung im Füllen von Karies als im Finanzmanagement hatten. Nun ist die Hälfte des Geldes weg.
Unter der Leitung eines Gremiums aus sechs Zahnärzten und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen investierte die Pensionskasse über 70 Prozent ihres Vermögens in Privatkredite, Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen und Immobilien.
Mehrere Unternehmen gerieten in Schwierigkeiten oder gingen bankrott, darunter ein kalifornisches Kunststoffrecyclingunternehmen, eine Garnelenfarm in Norddeutschland und ein Berliner Versicherungs-Startup.
Strenge Vorgaben für Überbrückungsleistungen
2021 wurden Überbrückungsleistungen für Erwerbstätige eingeführt, welche verhindern sollen, dass Arbeitslose Sozialhilfe benötigen und ihre Altersvorsorge vorzeitig aufbrauchen. Aber Anspruch hat nur, wer im Monat seines 60. Geburtstags oder danach ausgesteuert wird und mindestens 20 Jahre in der AHV versichert war, davon fünf Jahre über 50.
Zudem müssen Betroffene in den letzten Jahren ein gewisses Mindesteinkommen erzielt haben. Schliesslich darf das Vermögen bei Alleinstehenden 50’000 Franken nicht überschreiten. Bei verheirateten Personen liegt die Schwelle bei 100’000 Franken. Im Tages-Anzeiger wird anhand eines konkreten Beispiels aufgezeigt, dass die Vorgaben wohl zu restriktiv ausgefallen sind. Im Beitrag heisst es dazu:
MoreDie aktuell verfügbaren Zahlen zeigen, dass das System viele Betroffene bislang nicht erreicht. Ursprünglich rechnete das Parlament mit rund 2000 Bezügerinnen und Bezügern, die im Durchschnitt monatlich 3600 Franken erhalten sollten. Das wären 36 Prozent der ausgesteuerten Personen über 60 Jahren gewesen.
Tatsächlich erhielten bis Ende 2022 nur 694 Personen durchschnittlich 2600 Franken. Davon verloren im gleichen Zeitraum 142 Personen ihren Anspruch mit dem Rentenbeginn wieder. Die Kosten blieben mit 13,8 Millionen Franken deutlich unter den budgetierten 70 Millionen Franken.
SGK-S mit neuem Modell zur AHV-Finanzierung
Die Sozialkommission des Ständerats schreibt in einer Mitteilung zur Finanzierung der 13. AHV-Rente:
MoreDie Kommission hat im Rahmen der Differenzbereinigung betreffend die Finanzierung der 13. AHV-Rente (24.073, Entwürfe 2 und 3) mit 8 zu 4 Stimmen bei 1 Enthaltung eine neue Kompromisslösung angenommen.
Sie kann den Willen des Nationalrates, die Finanzierung rasch sicherzustellen, nachvollziehen, ist jedoch der Meinung, dass eine befristete MWST-Erhöhung keine langfristigen Perspektiven bietet und den Finanzierungsbedarf nur aufschieben würde.
Aus Sicht der Kommission gewährleistet nur eine kombinierte Lösung aus einer Erhöhung der Lohnbeiträge und der MWST eine ausgewogene und solidarische Finanzierung. Sie stellt allerdings fest, dass die Parameter im Finanzierungsmodell des Ständerates dank der guten Ergebnisse des AHV-Ausgleichsfonds in den letzten beiden Rechnungsjahren nach unten korrigiert werden können.
Die Kompromisslösung umfasst eine Erhöhung der Lohnbeiträge um 0,3 Prozentpunkte und der MWST um 0,4 Prozentpunkte (anstatt wie vom Ständerat vorgesehen um 0,4 bzw. 0,5 Prozentpunkte). Angesichts der konjunkturellen Entwicklung verzichtet die Kommission auf eine gleichzeitige Senkung der Beiträge an die Arbeitslosenversicherung. (…)






