Beitragslücken in der Vorsorge füllen
Ab 2026 dürfen Sparer erstmals Lücken in der Säule 3a füllen. Das klingt verlockend, ist aber nicht immer klug. Wer falsch wählt, verschenkt Rendite oder zahlt drauf, schreibt Reto Zanettin im Beobachter und gibt Tipps.
Ausgleichsfonds erzielt 6,3% Rendite
Compenswiss (Ausgleichsfonds AHV/IV/EO) schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einer Nettorendite von 6,34 % ab. Das Ergebnis ist hauptsächlich auf Aktien, Gold und Währungseffekte zurückzuführen. Ende 2025 belief sich das verwaltete Vermögen auf 50’550 Millionen Franken, gegenüber 46’102 Millionen Franken im Vorjahr. Die kurz- und mittelfristigen Finanzperspektiven für den AHV- sowie den IV-Ausgleichsfonds blieben jedoch angespannt.
Trotz der positiven Rendite für 2025 befindet sich die AHV weiterhin in einer angespannten finanziellen Lage. Gemäss den Finanzperspektiven des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) werden ab 2026 die erwarteten Einnahmen nicht ausreichen, um die Ausgaben zu decken – insbesondere aufgrund der ungelösten Finanzierung der 13. AHV-Rente, die im Dezember 2026 erstmals ausbezahlt wird und für die im Jahr 2025 Liquiditätsreserven in Höhe von 2 Milliarden Franken für die vorgesehenen Auszahlungen gebildet wurden.
Das BSV rechnet mit immer grösseren Umlagedefiziten, zumindest bis eine Lösung für die Finanzierung der 13. Rente gefunden ist. Manuel Leuthold, Verwaltungsratspräsident, präzisiert: «Kurzfristig könnte sich das Vermögen stabilisieren. Doch die gesetzliche Vorgabe, einen Fondsbestand von 100 % der jährlichen Ausgaben zu gewährleisten, wird wegen der 13. AHV-Rente immer schwieriger einzuhalten sein. Eine zusätzliche Finanzierung bleibt daher unerlässlich.»
Für die IV verschlechtern sich die Finanzperspektiven laut BSV deutlich, insbesondere aufgrund der stetig steigenden Zahl neuer Renten sowie der anhaltenden Unsicherheit über die Rückzahlung der IV-Schuld von 10.3 Milliarden Franken an die AHV. Um die für die Rentenzahlungen notwendige Liquidität sicherzustellen, plant compenswiss im Jahr 2026, Vermögenswerte in Höhe von rund 35 Millionen Franken pro Monat zu verkaufen.
Rentenalter: Der Vatikan macht’s vor, oder: Roma locuta, causa finita
Thanks to a two-year increase to retirement age and other financial interventions, the Vatican’s pension fund is consistent and the the funding ratio of the pension fund is 95 percent, the Holy See stated Feb. 20.
The release was issued “since for some months, and amplified by press reports, alarming data has been circulating regarding the situation of the Vatican Pensions Fund and on the sustainability of honouring the commitments undertaken towards present and future subscribers,” and was meant to clarify the data.
Italy has seen a frenzy over the situation of the pension fund, which led to several speculations about a possible risk of default for the fund – this is why the pension fund has deemed it opportune to take an official stance on the state of its finances.
The pension fund underscored there is “substantial balance between the resources available and the delivery toward current and future retired persons.”
This balance was achieved thanks to an increase in contributions – an “increase of rates throughout the years up to the current rate of 26% on the total of taxable income” – and to the two-year increase of the age limit, so that now the retirement age is 67 years old for lay employees, and 72 for clerics and religious employees.
“From a strictly income-based perspective, the economic and financial situation of the institution records a gradual increase of financial and real estate resources both in terms of capital resources which, from 1993 to 2013 increased on average from € 22,256,196 per year, and in terms of the upward trend in net profit, which during the last 6 years has passed from € 23,583,882 to € 26,866,657, sums sufficient to cover the current costs of pensions.”
Die unterschätzten 65- bis 70-Jährigen
Nach dem Tages-Anzeiger hat auch die NZZ das Thema der Bevölkerung im Pensioniertenalter aufgegriffen. Das Blatt verweist auf das ungenutzte Potenital. Melanie Häner-Müller vom Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Uni Luzern schreibt:
MoreWenn über Generationengerechtigkeit diskutiert wird, stehen die 65- bis 70-Jährigen zunehmend am Pranger. Sie sind frisch pensioniert, beziehen neu eine 13. AHV-Rente, gelten als reisefreudig und haben selbst zu wenige Kinder grossgezogen, damit die demografische Rechnung heute aufgeht. Der Vorwurf ist schnell formuliert: eine privilegierte Altersgruppe, die Ressourcen bindet und den Jüngeren zur Last fällt.
Doch dieses Bild greift zu kurz. Diese Generation hat entscheidend zum heutigen Wohlstand beigetragen. Vor allem aber wird verkannt, wie leistungsfähig sie heute wäre – und wie wenig unsere Institutionen dieses Potenzial nutzen. (…)
Diese Altersgruppe ist deutlich fitter, als es die Institutionen der Altersvorsorge unterstellen. Das gesetzliche Rentenalter – neu Referenzalter genannt – markiert längst keine gesundheitliche Zäsur mehr, sondern bloss eine administrative.
Es braucht keine neue BVG-Reform
ASIP-Direktor Lukas Müller-Brunner wehrt sich in einem Interview des Tages-Anzeigers vehement gegen die Reformpläne der SGK-N, die zwei Bereiche des BVG – Beitragssätze und Beitragsbeginn – ändern will. Auszüge:
Herr Müller-Brunner, dreimal hat das Stimmvolk grosse Reformen in der zweiten Säule versenkt. Die Sozialkommission des Nationalrats nimmt nun einen neuen Anlauf. Sind Sie froh, dass es endlich wieder vorwärtsgeht?
Nein, nicht wirklich. Ein Vorsorgeplan der beruflichen Vorsorge ist ein in sich schlüssiges System. Man kann sich das vorstellen wie einen Motor bei hoher Drehzahl. Wenn man da bei 8000 Umdrehungen Sand statt Öl einspritzt, dann kommt es nicht gut.
Mit den neuen Vorschlägen will die SGK-N die Pensionskassenbeiträge für Ältere senken, damit diese für Firmen «billiger» werden. Das klingt vernünftig.
Vielleicht auf den ersten Blick. Aber das Problem ist die Umsetzung.
Warum?
Der Beitragssatz steigt mit dem Alter, nicht weil man die Leute unterschiedlich belasten will, sondern weil junge Leute und junge Familien weniger von ihrem Einkommen für die Altersvorsorge aufwenden können als ältere Versicherte. Das wussten schon die Urheber des BVG bei seiner Inkraftsetzung 1985.
Bei den Jungen fliessen mindestens 7 Prozent des Lohns in die Pensionskasse.
Ab 55 sind es 18 Prozent, was die Lohnkosten erhöht. Mit der Senkung für die Älteren soll die Altersdiskriminierung bekämpft werden.
Ich halte das für eine Nebelpetarde. Dass die bisherige Staffelung der Sparbeiträge die Arbeitgeber davon abhält, Ältere einzustellen, ist nach meiner Erfahrung ein Märchen. Das ist doch bei einer Anstellung nie das ausschlaggebende Kriterium. Ich kenne auch keine Studie, die eine solche Form der Altersdiskriminierung nachweist. Die vorgeschlagenen Beitragssenkungen sind schlicht nicht wirksam.
«Die Wahrheit über die Situation der über 55-Jährigen im Arbeitsmarkt»
Der Artikel mit dem Titel «Die Alten bringen den Staat in Schieflage» des Tages-Anzeigers hat einiges Aufsehen erregt, auch auf dieser Website. Vor allem der Titel und die Tendenz der Argumentation sind vielen sauer aufgestossen. Die Zeitung hat sich mit einem neuen Beitrag mit der Lage der Älteren und ihrer Situation auf dem Arbeitsmarkt auseinandergesetzt. Und kommt zum Schluss: «Die Angst vor dem Jobverlust befeuert den Widerstand gegen ein höheres Rentenalter. Trotzdem zeigen Zahlen, dass es Ältere nicht so schlecht haben, wie oft gedacht.»
MoreDie Skepsis gegenüber einer Rentenaltererhöhung ist untrennbar verbunden mit der Angst vor der Arbeitslosigkeit im Alter. Dazu passt, dass keine andere Altersgruppe die letzte Initiative zur Erhöhung des Rentenalters deutlicher ablehnte als die 50- bis 64-Jährigen, die das mit einem Nein-Anteil von 80 Prozent taten.
Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) ist diese Angst weitgehend unbegründet. In einer Mitteilung verweist er darauf, dass die Zahl der Erwerbstätigen über 55 Jahre in den letzten zehn Jahren massiv gestiegen sei. «Der Arbeitsmarkt ist bereit für eine Erhöhung des Rentenalters», lautet das Fazit.
«Die IV steht vor dem Bankrott»
Matthias Venetz schreibt in der NZZ über die besorgniserregende Entwicklung der IV und die Bemühungen von BR Baume-Schneider, ihr Einhalt zu gebieten. Sie dürften kaum ausreichen und zudem in die falsche Richtung gehen.
MoreDie Invalidenversicherung (IV) hat massive finanzielle Probleme. Laut Prognosen des Bundes übersteigen die Ausgaben des Sozialwerks die Einnahmen um 300 Millionen Franken jedes Jahr. Weil der IV schon jetzt flüssige Mittel und Anlagen fehlen – und sie die gesetzliche Mindestgrenze dafür bereits unterschreitet –, wäre sie ohne Gegenmassnahmen in 15 Jahren bankrott.
In den vergangenen Monaten haben verschiedene Experten Lösungsvorschläge für diese strukturelle Misere präsentiert. Am Mittwoch hat die Sozialministerin Elisabeth Baume-Schneider dem Bundesrat nun ihre Ideen präsentiert. Sie dürften zu reden geben.
So will der Bundesrat mithilfe einer neuen «Integrationsleistung» sicherstellen, dass Personen mit gesundheitlichen Problemen möglichst lange am Arbeitsmarkt teilnehmen oder aber rasch wieder dorthin zurückkehren können. Sollte all das nicht ausreichen, will er die Lohnbeiträge um 0,1 bis 0,2 Prozent erhöhen. Das entspricht Mehreinnahmen von bis zu 1 Milliarde Franken.
Revidierte Swiss GAAP FER 16
Silvan Loser, Leiter der Subkommission FER 16, hat auf LinkedIn die aktuelle Entwicklung bei der Weiterentwicklung der Swiss GAAP FER 16 (Vorsorgeverpflichtungen) zusammengefasst.
Die FER-Fachkommission hat die überarbeitete Fachempfehlung zur Bilanzierung von Vorsorgeverpflichtungen an ihrer Sitzung vom 2.12.2025 verabschiedet und auf den 1.1.2027 in Kraft gesetzt.
Der Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift TREX – Der Treuhandexperte fasst die Ergebnisse der Vernehmlassung sowie die darauf basierenden Änderungen am Vernehmlassungsentwurf zusammen und gibt Hinweise zur Erstanwendung (in DE und FR).
Die finale Fassung von Swiss GAAP FER 16 wird mit der Neuauflage der Swiss GAAP FER-Standards publiziert, welche voraussichtlich im April 2026 erscheinen wird.
💡 Praxisunterstützung: Als Hilfestellung für die praktische Umsetzung der neuen Bestimmungen bietet EXPERTsuisse ein halbtägiges Kompaktseminar im Workshop-Format an:
🔗 Seminar am Dienstag 9.6.2026, 8:15–12:15:
https://lnkd.in/eS52NjEd
🔗 Seminar am Donnerstag 3.12.2026, 8:15–12:15:
https://lnkd.in/eJWsAqUq
Wie gut ist Ihre PK aufgestellt?
Der Beobachter hat einen Pensionskassen-Check aufgeschaltet, mit dessen Hilfe Versicherte die Qualität ihrer PK abschätzen können. Notwendig sind dazu die Daten aus dem letzten Vorsorgeausweis.
UBS PK-Performance Januar 2026
Monatlicher Durchschnitt, gleichgewichtet, nach Gebühren, in Prozent
Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Januar nach Abzug von Gebühren eine durchschnittliche Performance von 0,53%, wobei sie bei einzelnen Pensionskassen zwischen -0,4% und 2,36% betrug. Die annualisierte Rendite seit der Lancierung der UBS Pensionskassen-Performance im Jahr 2006 liegt bei 3,33%.
Teilzeitarbeit und Koordinationsabzug, ASIP fordert Anpassung von PKs
Der Anstieg der Teilzeitarbeit stellt die berufliche Vorsorge vor neue Herausforderungen. Überobligatorische Lösungen – etwa ein pensenabhängiger Koordinationsabzug – gewinnen deshalb an Bedeutung, schreibt Michael Lauener, Leiter Recht ASIP, in CHSS. Es sei Aufgabe der Vorsorgeeinrichtungen, der Arbeitgeber und der Sozialpartner, mit überobligatorischen Lösungen sicherzustellen, dass auch Mehrfachbeschäftigte, Teilzeitbeschäftigte und Arbeitnehmende mit geringen Löhnen in der beruflichen Vorsorge versichert sind.
MoreDa eine Anpassung der gesetzlichen Beitrags- und Leistungsparameter (Senkung des BVG-Koordinationsabzugs und Reduktion der BVG-Eintrittsschwelle in Kombination mit Senkung des BVG-Umwandlungssatzes) derzeit politisch unrealistisch scheinen, ist für den Schweizerischen Pensionskassenverband ASIP klar: Es ist Aufgabe der Vorsorgeeinrichtungen, der Arbeitgeber und der Sozialpartner, mit überobligatorischen Lösungen sicherzustellen, dass auch Mehrfachbeschäftigte, Teilzeitbeschäftigte und Arbeitnehmende mit geringen Löhnen in der beruflichen Vorsorge versichert sind.
Im Spielraum, den das Überobligatorium bietet, liegt denn auch eine der grossen Stärken der zweiten Säule. Dank deren Flexibilität kann auf spezifische Verhältnisse Rücksicht genommen werden, wie beispielsweise Eigenheiten der Branche, individuelle Bedürfnisse der Versicherten oder die Anwendbarkeit von Gesamtarbeitsverträgen.
Ein Blick in die Statistik und Beispiele aus der Praxis belegen, dass bereits viele Versicherte von der Ausweitung ihrer beruflichen Vorsorge in das Überobligatorium profitieren. Im Jahr 2020 boten beispielsweise 253 Vorsorgeeinrichtungen Vorsorgepläne mit einer unter der gesetzlichen Mindestschwelle liegenden Eintrittsschwelle an. Etwa 16 Prozent der aktiven Versicherten sind in solchen Plänen versichert.
Kritik an grosszügiger BVK
Die BVK schüttet zu ihrem 100. Geburtstag 348 Millionen an Staatsangestellte aus – die gleiche Pensionskasse, die mit 2 Milliarden Franken saniert wurde. Das kommt nicht überall gut an. Tobias Marti erinnert in der NZZ an die jüngere Vergangenheit der Kasse, die durch kriminelle Machenschaften und verantwortungsloses Finanzgebaren des Kantons geprägt war. Die grosszügige Geste kann sich die BVK heute leisten, nachdem die rechtlich verselbständigte Kasse den Weg zurück auf den Tugendpfad seriöser Geschäftsführung gefunden hat und finanzpolitischen Machenschaften entzogen ist.
MoreIm Jahr 2013 kam es zum finanzpolitischen Sonderfall: Die Steuerzahler mussten die BVK mit einer Finanzspritze von 2 Milliarden Franken unterstützen. Die BVK spricht bis heute nicht von einer Sanierung, sondern von einer Rückzahlung. Schliesslich habe der Kanton zuvor in den 1990er Jahren seinerseits die Kasse belastet.
Derlei Krisenzeiten sind passé. Die BVK mauserte sich mit 146’000 Mitgliedern und einem Anlagevermögen von 45,8 Milliarden Franken zur grössten Pensionskasse des Landes.
Finanziell hat die Pensionskasse gute Jahre hinter sich, ihr Deckungsgrad beträgt über 113 Prozent. Darum sollen nun 348 Millionen Franken zurückfliessen, als Jubiläumszins für Versicherte und Jubiläumszulagen für Rentner. Der Geldregen freut aber nicht alle gleichermassen.
Kantonsrat Martin Huber stört sich daran, dass eine Kasse, die vom Steuerzahler saniert worden ist, in diesem Umfang Gelder ausschütte. Er plädiere vielmehr dafür, einen höheren Deckungsgrad zu erreichen, statt diesen mit einer Auszahlung zu schwächen.
UBS market dominance
Swiss pension funds are facing a narrowing range of global custody, consulting and asset management services as UBS strengthens its grip on the market following its 2023 takeover of Credit Suisse.
The provision of global custody services to pension funds is shrinking, according to an analysis by BAK consultancy conducted on behalf of the Swiss State Secretariat for Economic Affairs (SECO).
BAK surveyed pension funds as bank clients on fees, quality and availability across services, including passive and active asset management mandates, fund management, real estate and strategic consulting.
High fixed costs are the biggest barrier to new banks entering the market to offer global custody and passive asset management services. Around three-quarters of pension funds surveyed expect this to have a massive or severe impact, the study found.
MoreFehler im Vorsorgeausweis?
Den Vorsorgeausweis der Pensionskasse zu prüfen lohnt sich, schreibt Matthias Pflume in Cash (zuerst Beobachter), und zählt die Punkte auf, die im Ausweis auf Richtigkeit kontrolliert werden sollten.
- Stimmen Jahreslohn und Beschäftigungsgrad?
- Sind Ihre Spar- und Risikobeiträge genauso hoch wie Ihre tatsächlichen Lohnabzüge?
- Entsprechen die Arbeitgeberbeiträge dem Reglement?
- Ist ein allfälliger freiwilliger Einkauf verbucht?
- Ist die jährliche Zinsgutschrift verbucht?
- Ist das Altersguthaben am 1. Januar gleich wie am 31. Dezember des Vorjahres? Dazu vergleichen Sie den Vorsorgeausweis mit dem vorherigen.
- Wenn Sie neu in der Firma sind: Entspricht die eingebrachte Freizügigkeitsleistung – also Ihr Startguthaben in der neuen PK – der Austrittsleistung der alten Kasse? Die Zahl im neuen Vorsorgeausweis ist der real vorhandene Betrag. Eine Null bedeutet, dass das Geld (noch) nicht eingegangen ist.
Die periodischen Vorsorgeausweise zeigen, wie Ihr Altersguthaben wächst. Diese Summe gehört Ihnen persönlich und kann nicht gekürzt werden. Die prognostizierte Altersrente dagegen ist nur eine Hochrechnung und nicht verbindlich.
«Die Alten bringen den Staat in Schieflage»
Auf 100 Erwerbstätige kommen bis 2050 bereits 46 Rentner, womit die Alten den Staat aufgrund der Sozialkosten «in Schieflage» bringen. Ohne höheres Rentenalter bleiben nur Steuererhöhungen – und die Schweiz gibt damit einen Erfolgsfaktor auf, schreibt Konrad Staehlin im Tages-Anzeiger. Allerdings liesse sich der Spiess auch umdrehen. Dann wären es die Jungen, welche mit der massiv sinkenden Geburtenrate für das Ungleichgewicht der Generationen ausschlaggebend sind.
Staehelin schreibt:
MoreDer grösste Treiber der Ausgabensteigerung, die Demografie, lässt sich noch weniger beeinflussen. Im Jahr 2000 lag der Altersquotient, also die Anzahl über 65-Jähriger pro 100 Erwerbspersonen, noch bei 25.
Heute liegt er bei 32. Im Jahr 2050 wird er laut dem Bundesamt für Statistik bei rund 46 liegen, 2070 um die 50. Die Alterung der Gesellschaft und damit die zunehmende finanzielle Belastung der Werktätigen ist also noch lange nicht am Ende.






